Quedlinburg Schloss: 4 wichtige Fakten, die Sie wissen sollten

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Quedlinburg Schloss: Schon von weitem sind die Umrisse der Stiftskirche St. Servatius und des Schlosses zu sehen. Die beiden Wahrzeichen der Stadt gehören untrennbar zusammen. Hier oben auf dem Schlossberg begann die knapp tausendjährige Geschichte Quedlinburgs. Der Ort ist eng verbunden mit den Königen und Kaisern aus der Herrscherfamilie der Ottonen: König Heinrich I. mit seiner Frau Mathilde und Heinrichs Sohn Otto I. stellten die Weichen für die Zukunft. Mit unserer kompakten Übersicht wollen wir Ihnen die Geschichte der Stiftskirche und des Schlosses näherbringen. Wir erzählen Ihnen damit auch ein bedeutendes Stück deutscher Geschichte.


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Hotel Domschatz und Schlossberg – Foto: lehnerfoto.de

Unser Hotel bietet Ihnen eine einzigartige Lage am Fuße des Schlossbergs. Ihre Zimmerbuchung können Sie telefonisch oder online vornehmen. Wir freuen uns auf Sie.


Quedlinburg Schloss – Fakt Nr. 1: Wichtiger Ort für die Ottonen

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Krypta von Koenig Heinrich und Mathilde in der Stiftskirche – Foto: lehnerfoto.de

Anstatt von einer Hauptstadt zu regieren, zogen die Könige im Mittelalter von Königspfalz zu Königspfalz.

Quedlinburg war eine davon.

Die Ottonen feierten hier das Osterfest, das wichtigste Fest des Christentums.

Als König des Ostfrankenreiches und einer der frühen ottonischen Herrscher bestimmte Heinrich I. noch zu seinen Lebzeiten eine Kapelle auf dem heutigen Schlossberg als Bestattungsort seines Leichnams.

Gemäß seines Wunsches wurde er nach seinem Tod im Jahr 936 dort bestattet.

Seine Witwe, Königin Mathilde, ließ sich von Heinrichs Sohn Otto I. die Einrichtung eines Damenstifts auf dem heutigen Schlossberg in Andenken an ihren verstorbenen Mann zusichern.

Otto I. besuchte mehrmals Quedlinburg für die Osterfeierlichkeiten. Er wurde im Jahr 962 in Rom zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt.

Das Ereignis gilt als Beginn des Heiligen Römischen Reiches und damit als wichtiger Meilenstein in der deutschen Geschichte.

Damit bekam Quedlinburg eine große Bedeutung, die für die Entwicklung der Stadt grundlegend war.

Quedlinburg Schloss – Nr. 2: Historische Entwicklung und heutige Nutzung des Schlosses

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Schlossberg mit Schloss und Stiftskirche – Foto: lehnerfoto.de

Mit der Ernennung von Heinrich I. zum König im Jahr 919 ist die Existenz einer Burganlage auf dem Schlossberg verbrieft.

Es war der Vorläufer des heutigen Schlosses. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Anlage im Stil der Renaissance umgebaut.

Heute befindet sich darin das Schlossmuseum. Dort wird über die Besiedlung des Gebietes und der Geschichte des Burgbergs zu Zeiten der Königspfalz und des Damenstifts informiert.

Sehr gut erhalten sind die Prunkgemächer, die dem Besucher einen Einblick in die adlige Wohnkultur des 17. und 18. Jahrhunderts geben.

In der Dauerausstellung „Auf den Spuren der Ottonen“ läßt sich die Geschichte der ottonischen Herrscherfamilie nachvollziehen.

Hier geht es zur Online-Präsenz des Schlossmuseums mit Öffnungszeiten und weiteren Informationen.

Quedlinburg Schloss – Nr. 3: Große Bedeutung des Damenstifts und der Stiftskirche St. Servatius

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Innenhof auf dem Schlossberg – Foto: lehnerfoto.de

Im Damenstift in Quedlinburg, das knapp 860 Jahre lang existierte, lebten unverheiratete Töchter aus hochadligen Familien.

Im Unterschied zu Nonnen in Klöstern verfügten die Stiftsdamen über persönlichen Besitz und sie konnten die Gemeinde wieder verlassen, für eine Heirat zum Beispiel.

Das Stift war ein Ort der Bildung. Die Mädchen wurden von den älteren Frauen unterrichtet.

Das gelernte Wissen war wichtig: Das Damenstift war mit der Verwaltung ganzer Orte betraut, die durch Schenkungen übertragen wurden.

In der Hierarchie stand es an oberer Stelle. Nur gegenüber Kaiser und Papst war es weisungsgebunden.

Zudem verfügte das Stift über das Zoll-, das Münz- und das Marktrecht.

Für die Entwicklung Quedlinburgs war das ein wichtiger Schritt. Es zeigt, welche Bedeutung das Damenstift für den Ort hatte.

In diesem Kontext ist die Stiftskirche zu verstehen. Sie war ein visuelles Zeichen für die herausgehobene Stellung. Eingeweiht wurde die Basilika im Jahre 1129.

Es existierten Vorgängerbauten, mit deren Errichtung bereits 130 Jahre zuvor begonnen wurde. Heute gilt die Stiftskirche als wichtiges Zeugnis der romanischen Baukunst.

Quedlinburg Schloss – Fakt Nr. 4: Sehenswerter Domschatz in der Stiftskirche

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Schlossberg mit Schloss und Stiftskirche – Foto: lehnerfoto.de

Der Quedlinburger Domschatz befindet sich in der Stiftskirche St. Servatius.

Viele Ausstellungstücke stammen aus dem frühen Mittelalter. Sie wurden dem Damenstift von den Ottonen geschenkt.

Dabei handelt es sich um eine kostbare Reliquienausstattung, mit der die Stiftskirche ausgestattet war.

Im Mittelalter war das ein Zeichen der Größe und Macht.

Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Sammlung durch Schenkungen immmer mehr an.

Dass der Domschatz nahezu vollständig in der Stiftskirche zu bewundern ist, verdanken wir einem glücklichen Umstand.

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entwendete der US-Leutnant Joe Tom Meador zwölf ausgewählte Stücke, die er in sein Heimatland brachte.

Viele Jahrzehnte galten die Stücke als verschollen.

Unter maßgeblicher Beteiligung des Kunstforschers Willi Korte kehrten zehn der Objekte im Jahr 1992 nach Deutschland zurück.

Zu den wichtigsten Stücken gehören das Servatiusreliquiar, der Heinrichskamm und das Wipertievangelistar.

Hier geht es zur Online-Präsenz der Stiftskirche mit Öffnungszeiten und weiteren Informationen.


Quedlinburg Schloss: Der Schlossberg mit dem Schlossmuseum und der Stiftskirche gehört zu mehreren Orten, die sie in unserer Fachwerkstadt besichtigen können. In einem weiteren Blogpost, den Sie hier finden, empfehlen wir Ihnen weitere Sehenswürdigkeiten.


Alle Fotos: lehnerfoto.de