Unser Blog

Wilhelm Steuerwaldt – Das Comeback eines romantischen Harzmalers

Unser Haus kann zurecht als Künstlerhaus bezeichnet werden: Ab 1867 verbrachte hier der Quedlinburger Maler Wilhelm Steuerwaldt mit seiner Familie mehrere Lebensjahre. Steuerwaldt eroberte mit seinen romantischen Werken bereits zu Lebzeiten die Herzen des Publikums. Seine bekannteste Arbeit zeigt den Blick durch eine gotische Vorhalle auf die Klosterruine Heisterbach in einer verschneiten Winterlandschaft. Ein Gemälde mit diesem Bildmotiv schaffte es bis in den Louvre und ist bis heute in Paris im Musée d’Orsay zu sehen. Steuerwaldts Aufstieg folgte ein tiefer Fall. Nach seinem Tod legte sich ein dunkler Schleier auf sein künstlerisches Vermächtnis. Noch bis vor Kurzem stand er im Schatten seines Lehrers Hasenpflug, der selbst bei Kunstkennern als geistiger Vater des bekannten Vorhalle-Ruine-Motivs galt. Mit diesen verklärten Vorstellungen räumt der Steuerwaldt-Experte Heiko Günther auf. (mehr …)

Das Haus Mühlenstraße 20 – Die zweite Geburt eines Quedlinburger Fachwerkhauses

Es ist eine Geschichte, die an das Schicksal des Vogels aus mythischen Erzählungen erinnert: »Wie der Phönix aus der Asche« erlebt das Haus Mühlenstraße 20, das heutige Hotel Domschatz, zu Beginn der 1990er Jahre seine Wiederauferstehung. Dafür verantwortlich ist die Göttinger Architektin und Diplom-Ingenieurin Angelika Drews. Die gebürtige Thüringerin verliebt sich nach der Wende auf Anhieb in die Fachwerkstadt Quedlinburg. Gemeinsam mit ihrem Mann lässt sie das Haus fachgerecht restaurieren und sanieren. Der Umbau ist für sie mehr als nur irgendein Projekt. Es ist ein Kraftakt, der nur mit viel Herzblut zu stemmen ist. Am Ende entsteht aus vielen Bauzeichnungen das Haus wie wir es heute als Hotel Domschatz kennen: Mit seiner grünen Fachwerkfassade, den roten Balkenköpfchen und dem roten Dach ist es wieder ein lebendiger Ort geworden, der Quedlinburg-Besuchern ein wunderschönes Zuhause auf Zeit bietet. (mehr …)